Funktionsbekleidung und deren Einsatz im Sport

Funktionsbekleidung im Sport ist seit einigen Jahren ein großes Thema. Die Vorteile dafür liegen auf der Hand: normale Kleidung aus Baumwolle saugt sich schnell mit Schweiß voll, wird nass und ist unbequem  auf der Haut. Es führt dazu, dass der Körper schnell auskühlt, da das Wasser auf der Haut verdunstet. Jeder Hersteller von Sportbekleidung hat in seinem Sortiment spezielle Fitnessshirts, Sporthosen usw., die einen erhöhten Komfort beim Sport ermöglichen sollen. Atmungsaktive Materialien transportieren den Schweiß nach außen und sorgen so dafür dass der Körper nicht auskühlt. Gleichzeitig wirken sie einem Hitzestau entgegen.  Bestimmte Funktionskleidung für schlechtes Wetter oder für z.B. den Wintersport sorgt zudem dafür, dass von außen weder Wasser noch Wind eindringen  können.

In der Kleidung stecken Fasern mit gutem Feuchtigkeitstransportvermögen, das aber selbst nur sehr wenig Feuchtigkeit aufnimmt. Dazu gehören z.B. die synthetischen Stoffe Polyester (PES), Polyamid (PA) oder Polypropylen (PP). Die altbewährte Baumwolle ist dafür nicht geeignet.

Die Atmungsaktivität kann durch einen des Bekleidungsphysiologischen Instituts Hohenheim e.V. entwickelten Test gemessen und angegeben werden: der sogenannte RET-Wert bezeichnet den Wasserdampfdurchgangswiderstand der Bekleidung. Je geringer dieser Widerstand ist, desto besser ist die Atmungsfähigkeit des Materials. So bedeutet ein RET-Wert von unter 6 extrem atmungsaktiv, ein Wert von über 20 wird als „nicht atmungsaktiv bezeichnet.

Die Wasserdurchlässigkeit wird dagegen in „Wassersäule“ angegeben. Sie spiegelt den Druck wieder, dem ein Textil wasserdicht standhalten kann. Bei Werten von über 1300ml spricht man von wasserfestem Material, liegt der Wert zwischen 400 und 1300, ist das Material lediglich „wasserabweisend“.

Gute Funktionsbekleidung sollte je nach Einsatzgebiet in der Lage sein, beide Eigenschaften zu gewährleisten.

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